Geschichten, die der Wind erzählt – Vorwort

/Geschichten, die der Wind erzählt – Vorwort
Geschichten, die der Wind erzählt – Vorwort2018-06-06T12:46:17+00:00

Wenn ich in unserer wundervollen Natur spazieren gehe, habe ich sehr oft gute Ideen. Häufig fallen mir gerade dann Themen für neue Geschichten oder Gedichte ein, wenn ich den Wind auf meiner Haut spüre oder meine Freunde, die Bäume im Wald, besuche. Manchmal sitze ich lange daheim und grüble über eine Sache nach. Wenn ich dann endlich hinausgehe ins Grüne, habe ich plötzlich eine zündende Idee oder finde die Lösung für ein Problem! Es fühlt sich an, als hätte mir der Wind etwas ins Ohr geflüstert. Oder als würde sich an der sauerstoffreichen Luft im Wald mein Denken klären, sodass mir Dinge einfallen, auf die ich daheim nicht käme. Ist es dir vielleicht auch schon mal so ergangen?

Dass der Titel dieses Buches „Geschichten, die der Wind erzählt“ lautet, hat aber noch einen anderen Grund. Nämlich, weil sich in diesen Geschichten die Natur in vielerlei Gestalt wiederfindet. Zum Beispiel in Form der vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft. Aber auch als Tiere und Pflanzen, Windgeister und Baumwesen. Nicht zu vergessen das Meer! Das große, weite Blau kommt in meinen Geschichten besonders dann vor, wenn es um tiefe Gefühle geht. Für mich ist die ganze Natur beseelt und belebt, bis hin zu Pflanzen, Kristallen und Steinen.

Du findest in diesem Buch Geschichten, die dich staunen lassen oder dir Freude schenken. Geschichten, die heilen und trösten. Die dich dazu anregen, nachzudenken oder einfach ganz intensiv zu fühlen, was dein Herz dir erzählt. Für mich sind all diese Geschichten ganz besondere Geschichten. Sie zeigen uns einmal mehr, wie tiefgründig schön die Naturreiche unserer Erde sind und wie vieles von ihnen in uns selbst steckt. Denn was wir Menschen fühlen, kann so tief, rein und klar sein wie ein stiller Bergsee oder uns aufwühlen wie das wilde, sturmgepeitschte Meer. Manchmal, wenn es uns gut geht, fühlen wir uns getragen von der fröhlichen Leichtigkeit einer zarten Schleierwolke am Himmel. Doch auch die bebende, feurige Kraft eines Vulkans lodert tief in uns und möchte sich hin und wieder entladen können, nicht wahr? Es lohnt sich in jedem Fall, die Natur intensiv zu erleben, genau hinzusehen und ihre Geheimnisse zu erforschen, weil wir dann deutlich spüren, wir sind ein Teil von ihr und sie ein Teil von uns.

Deshalb lade ich dich nun ein, mit den „Geschichten, die der Wind erzählt“ deine Fantasie auf Reisen zu schicken und dann vielleicht mit ganz neuen Augen die Natur dort draußen vor deiner Haustür zu erleben.

Viel Freude beim Lesen wünscht dir

Andrea Eleonora Maier